Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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ten, ſie ſchwankt ins Zimmer, ſie zittert heftig, ſie wagt nicht, die ſtolze, ſchone Geſtalt des Grafen mit Duvals knechtiſcher Demuth zu ver⸗ gleichen— ſie kann den Gedanken nicht faſſen, daß auch nur eine Seele ihr Verhältniß mit Duval ahnden ſolle— ſie ſchaͤmt ſich ſeiner— nein, ſie kann, ohne zu errdthen, der Thor⸗

heit, ihm Liebe gelobt zu haben, nicht ge⸗ denken— ſie ſitzt in finſtern Traͤumereien ver⸗

ſunken— immer ſtellt ſich das Bild des Gra⸗ fen ihrem geiſtigen Auge als das Ideal aller Vollkommenheit;— Duval dagegen? O Him⸗ mel! er taugt nicht zu des Grafen Schatten!—

Froſt und Hitze wechſeln in ihrem Innern; ſie

fährt zuſammen, als ſie endlich Abends des Grafen Stimme in den Appartements der Prin⸗

zeſſin hort.—

Sie will auf ihr Zimmer eilenz ſe kann nicht fort— da tritt der Graf hinter ihren Stuhl und ſchmeichelt leiſe: Lucie, um zehn Uhr auf Ihrem Zimmer, nur einen Moment!—

Erbleichend wendet ſich Lugie— ſie will rufen: Um Gotteswillen nicht!— Aber der 18*