Graf iſt verſchwunden. In unnennbarer Angſt
klopft des Maͤdchens Herz— ihre Sinne wir⸗ ren ſich— o Himmel! was ſoll ſie beginnen? Da ſchlägt es halb zehn Uhr.— Gott, denkt ſie, wenn Duval—! Der Gedanke macht das Blut zu Eis gefrieren in ihren Adern— ſie mag nicht an ihn denken— ſie kann es nicht— ſie haßt ihn— aber der Graf iſt denn doch zu gefährlich— ſie muß auch ihm ent⸗ fliehen, wie dem gehaßten Duval— ſchnell eilt ſie daher auf ihr Zimmer— eilig ſchließt ſie hinter ſich zu— voll namenloſer Seelenangſt wankt ſie in ihr Schlafkabinet— dem Sopha zueilend taumelt ſie in die Arme des Grafen,
der fruͤher als ſie zur Thuͤr herein geſchli⸗
chen war.
Den leiſen Schreckenslaut, der Lugiens Lippen entfliehen will— erſticken des Grafen gluͤhende Kuͤſſe; ſie wendet ſich ab von ihm— ſie ſtößt ihn zuruͤck— in namenloſem Schmerz ſinkt ſie auf's Sopha— der Graf bot alle Kuͤnſte der Beredſamkeit auf, und— Duvals Gluͤck ging auf ewig unter⸗


