— 274— ein Zeichen geben zu wollen, wenn ſie ihn ſpre⸗ chen kann.
Das Zeichen wird gegeben und verſtan⸗ den— ſie ſehen ſich und ſprechen ſich oft, und immer will Lugie Duvals Namen nennenz doch immer verſiegelt die Scham ihre Lippen⸗
Eines Tages ſteht Lugie mit Hortenſien auf'm Balkon, als der Graf ausreiten will.
Als er eben in ſeiner knappen, reichgeſtick⸗ ten Jagdpiqueſche zu Pferde ſteigt, kommt Du⸗ val im ſchmutzigen Oberrock aus der Herzogin Palais, wo er gearbeitet ſe„und in ſeine Wohnung gehen.
He! mein Freund! ruft der Graf, ſchnalle Er mir doch einmal den Buͤgel kurzer!— und Duval gehorcht, indeß der Graf den Damen vom Pferde hinauf Kuͤſſe zuwirft.
Lucie ſteht wie vernichtet; ſie fuͤhlt ſich durch Duvals bereitwilligen Gehorſam gedemuͤ⸗ thigt— ſie haßt ihn um ſeiner einfaͤltigen Be⸗ reitwilligkeit— und als er nun den Befehl des Grafen erfuͤllt, wirft dieſer ihm ein Goldſtuͤck zu.— Nun kann ſich Lucie nicht mehr hal⸗


