——
5
ſten Gaͤnge zum dunklen Park fuͤhrt— noch nie war ſie mit ihm allein geweſen, zitternd windet ſie ſich mit ihm durch's dicht verwach⸗
ſene Gebuͤſch— hier endlich, umſchattet von finſtern, alten Eichen, in halber Dämmerung,
weit genug vom Schloß, daß Niemand ſie hö⸗ ren, Niemand ſie ſehen kann, ſtuͤrzt der Graf vor ihr auf die Kniee, und ſchwoͤrt, daß ſie ihn hoͤren muͤſſe— daß er ſie voll gluͤhender Liebe anbete.
Großer Gott! ruft Lugie; ſie will ent⸗ fliehen— umſonſt! Der Graf umfaßt ihre Kniee, er bittet— er beſchwort— das große, dunkle Auge blickt durch Thraͤnen auf die Ge⸗ liebte, und Lugie— ſinkt mit einem Strom von Thraͤnen an ſeine Bruſt.
Voll unausſprechlichem Entzücken dringt
nun der Graf in ſie, ſie oͤfterer allein ſehen
zu wollen— Lugie wagt es nicht, ihm ihr
Verhaͤltniß zu Duval zu geſtehen, aus Scham,
daß der Graf es laͤcherlich finden möchte.—
Endlich, da die ſuͤße, verfuͤhreriſche Stimme
nicht nachlaͤßt mit Bitten, verſpricht Lucie, ihm II. 18
————


