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Da kam vor einigen Monaten Graf C. o, dem Lucie von Paris her bekannt, und deſſen Nachſtellungen ſie dort nur mit größ⸗ ter Muͤhe entgangen war.
Er ſah ſie kaum, ſo richtete er einen lan⸗ gen, durchdringenden Blick auf das Mädchen, und Lucie ſchlägt erröthend das Auge nieder.
Der Graf war in Paris gewoͤhnt, ſie als ein ſchlichtes Buͤrgermaͤdchen zu behandeln— er ſtimmte jetzt, dem Standpunkt angemeſſen, auf welchem er ſie hier fand, die Saiten hö⸗ her— er nannte ſie Mlle. de Vernou, und kußt ihr mit tiefer Ehrfurcht die Hand, wo er ſie ſonſt zutraulich an's Kinn gefaßt.
Lugie fuͤhlt ſich geſchmeichelt, zittert aber, ſo oft ſie in des ſchoͤnen Mannes Nähe kommt— endlich aber gewinnt ſie Zutrauen, da ſie ſieht, wie die Achtung des Grafen ſich gegen ſie mehr und mehr erhöht; ſie glaubt am Ende, er habe ſie nicht wieder erkannt, ſo fremd, ſo fein be⸗ handelt ſie der Graf.
Hortenſiens ganzer Tag war beinah aus⸗ ſchließend den Lehrſtunden gewidmetz dieß auch war es, welches die Sitte zu Wege gebracht,


