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als daſſelbe für ſie ein Ziel des bitterſten Spot⸗
tes, der tiefſten Kraͤnkung wird. Was auch Lucie thut, der Mutter Liebe zu gewinnen, Alles iſt umſonſt— und als endlich nach einem Jahre Jener ſelbſt ein Toͤchterlein ward, da erreichte ihr Haß gegen Lugien den hochſten Grad. Der Vater, deſſen erſte Gattin die Sanft⸗ muth und Guͤte ſelbſt war und der bei dem furienhaften Weſen der Zweiten ſelbſt boͤſes Spiel hatte, neigte ſich nach und nach zu ſeinem armen, gemißhandelten, erſten Kinde.
Nun keimte der Entſchluß in der jungen Frau, Lugien, den unſchuldigen Gegenſtand ihrer Wuth, es koſte was es wolle, aus dem Hanſe entfernen zu wollen.— Lange ſann ſie verge⸗ bens, einen ſchicklichen Grund dazu aufzufinden— endlich, mit Huͤlfe des Beichtvaters, ward derſelbe gefunden— Lucie ſollte den Schleier nehmen.
So ſehr auch zu Anfange der Vater dieſen Plan verwarf, ſo ſah er am Ende ein, das dieß das einzige Mittel ſey, ſein armes Kind vor den Verfolgungen ſeiner Frau ſicher zu ſtellen— er willigte in der Mutter Plan, und— es war un⸗ wiederruflich beſchloſſen, Lugie muſſe in's Kloſter.


