Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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entſchwebt, unwiderſtehlich hingeriſſen; dennoch war es unverkennbar, daß ein graͤßlicher Schmerz ſich feindlich uͤber dieſe ruͤhrend⸗ſchoͤnen Zuͤge gebreitet.*

Es waren viele Menſchen im Saal— viele Fremde aus der Umgegend, und ich hoͤrte die leiſen Worte hinter mir ſprechen:

Sie gab ſich den Tod ſelbſt. Die blutrothe Schleife bedeckt die Wunde!

Ich bat meinen Vater, mit mir den Saal zu verlaſſen. Meine Kniee bebten, ich ſchauderte und zitterte wie im Fieber zuſammen. Ich warf mich auf's Bett, als ich auf mein Zimmer kam— ich fuͤhlte mich krank— und war es wirklich, ſo hatte der Anblick, ſo die Worte auf mich gewirkt.

Als ich am andern Morgen aus einem un⸗ ruhigen Schlummer erwachte— war die Ungluͤck⸗ liche ſchon zur Erde beſtattet— und der Hof⸗ rath der Herzogin theilte uns die traurige Ge⸗ ſchichte ihrer Verirrung mit.