Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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ſchweben! Das Leben wird ſich Dir von ſeiner ſchönſten, lockendſten Seite entgegenſtellen. Du wirſt Bekanntſchaften machen, Freundſchaften knuͤpfen, man wird Dich lieben, man wird Dir ſchmeicheln. Du betrittſt am Hofe der pracht⸗ liebenden, ſchoͤnen Herzogin einen äußerſt ſchlü⸗ pfrigen, gefaͤhrlichen Boden— und— Erwine, Du ſtehſt allein! denn Deines Vaters Geſchaͤfte werden ihm nicht erlauben, Dich ſehr zu beachten.

Verſprich mir, Du wolleſt Deiner Lebhaf⸗ tigkeit Schranken ſetzen— Du wolleſt nicht je⸗ dem Vergnuͤgen, das ſich Dir darbietet, Dich uͤberlaſſen— Du wolleſt an mich zurͤckdenken, und in der größten Luſt es immer bedenken, wie oft ein einziger Moment unſer ganzes zerſtöͤren kann.

Drei Tage ſpäter ſaß ich mit meinem Va⸗ ter in einer vierſpännigen wiener Chaiſe, und fort ging's, als jagte der Sturmwind uns von dannen, nach dem Luſtſchloſſe der Herzogin.

Ich blinzte die Augen zu, damit ich in mei⸗ nem Nachdenken nicht geſtort wuͤrde, und unter⸗ druͤckte nur mit Muͤhe mein inneres Jauchzen⸗ Ja, ja, die gute Anne hat Recht! dachte