ſelbſt gekommen, ihr das begluͤckende Geſtaͤndniß ſeiner Liebe zu bringen, ſo reichte ſie doch voll ſuͤßer Zutraulichkeit Leo'n beide Haͤnde dar.— Reden Sie frei, ſprach ſie hold erroͤthend, als ſie ſah, daß auch ſeine Stimme bebend ward, wie des geliebten Erwin's Stimme— reden
Sie frei, ich ahnde, was ſie mir ſagen werden.
Leo ſah ihr mit ſeligen Blicken in die ſchö⸗ nen Augen.— Virginia, ſprach er dann, ihre Haͤnde auf ſeine Bruſt druckend, Virginia, ich liebe Siel ich liebe Sie unausſprechlich— und bitte Sie, machen Sie mich zum gluͤcklichſten Manne— ſchenken Sie mir Ihre Hand, Ihr Herz, Ihre Liebe!—
Virginia ſah ihn mit ſtarren Augen einen Moment an.— Wie war das? fragte ſie, die
Hand an die Stirn legend; Sie lieben mich?
und Erwin— 7—
O, theure Virginia, ich liebe Sie uͤber Alles in der Welt, das ſagt' ich Erwin, und er ſegnet unſern Bund. Da fuhr ein heißer, un⸗ endlicher Schmerz durch Virginia's Bruſt— fie wankte einige Schritte vorwaͤrts— und ſank ohnmächtig zuſammenſtuͤrzend in Leo's Arme.


