Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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Mädchenherzen— ihm lächelten Alle— ihm gefielen Alle, aber gewoͤhnlich dauerte der Rauſch ſeiner Verliebtheit nur ſehr kurze Zeit— er ward nuͤchtern, ſobald die Schoͤne ihn gefangen zu haben glaubte, und umflatterte eine Andere auf aͤhnliche Weiſe.

Nicht ſo Erwin.

Ihm galt die Liebe fuͤr das Hochſte, Edelſte, Groͤßte auf der Welt— und hatte er gleich noch nie geliebt, ſo fuͤhlte er doch: erwache je⸗ mals das Gefuͤhl in ſeiner Seele, er die Ge⸗ liebte hochhalten, lieben wuͤrde fuͤr Zeit und Ewigkeit! Aber er konnte nicht von dieſen Ge⸗ fuͤhlen, die ihm heilig galten, ſprechen. Er ſprach üͤberhaupt von keinem Mädchen, obgleich auch ihm ſeine Geſchaͤfte, ſeine Verhaͤltniſſe oft noͤthigten, mit Damen zuſammen zu ſeyn.

Endlich ſtarb ein alter Freund ſeines Va⸗ ters, und hinterließ eine Tochter von 17 Jahren.

Erwin ward, nach dem Willen des Va⸗ ters, Vormund fuͤr das Maͤdchen.

Virginia war nicht ohne ein bedeutendes Vermoͤgen— aber es ſank zuruͤck in nichts, ſtellte man es den geiſtigen und körperlichen