Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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aus ſeinen unruhigen Schwanken hatte ſich ſieg⸗ reich der Entſchluß losgerungen, Antonien zu beſuchen.

Aber ein leiſes Beben uͤberſiel ihn, als er ins Zimmer trat—

Seine Phantaſie hatte ſich ihr Bild in ernſter, nachdenkender Stellung gemalt— den ſchwarzen Schleier uͤber den blonden Locken, das ſinnende Geſicht auf den weißen, vollen Arm geſtuͤtzt— er wußte ſich ſelbſt nicht zu erklaͤren, warum er die trauernde, ſinnende Geſtalt ſo gern vor Augen ſah— er oͤffnete ihre Thuͤr— und die rauſchenden Toͤne ihres Inſtruments toͤnten ihm entgegen— ihm laͤchelte ein roſiges, heite⸗ res Geſicht— der Schleier hing uͤber der Stuhl⸗ lehne, in uͤppiger Fuͤlle umwallten die blonden Locken die glaͤnzend⸗weiße Stirn, den ſchoͤnen Nacken.— So iſt ſie dennoch ſchöner! ſprach leiſe eine Stimme in ſeinem Innernz und den⸗ noch— o ewiger Widerſpruch in einer Maͤnner⸗ bruſt!— und dennoch hatte ihr rauſchendes Spiel — ihr heiterer Blick das zarteſte Gefuͤhl ſeines Innern verletzt!—

Mit raſtloſer Anſtrengung, mit großmüthi⸗