Gott, wie vorſchnell bin ich auch! ſprach er bei ſich ſelbſt— wie kann ich jetzt das Vergnuͤgen auf'm Lande ſuchen? Sie weiß nicht einmal, daß ich die Stadt verlaſſen! Vielleicht eben jetzt ſchickt ſie zu mir! Vielleicht bedarf ſie mei⸗ nes Rathes!— und ich ſollte zwei, drei Tage zoͤgern, der Trauernden dieſen zu ertheilen? Was kann in der Zwiſchenzeit nicht Alles vor⸗ fallen?— Nein, da muß ich gleich zuruͤck— wie dürfte ich mir jemals vergeben, ſie auch nur eine Minute in Angſt geſetzt zu ſehen!—
Er kehrte zuruͤck. Aber von Antonien keine Nachricht— ſie hatte nicht geſchrieben, nicht
geſchickt.
Errothend laͤchelte Erwin— meine Vorſicht war unnuͤtz— ſie iſt ruhig, ſie iſt gluͤcklich! Wer weiß, ob ſie in der Zeit meiner Abweſen⸗ heit ein einziges mal an mich gedacht hat!— Er verſank in tiefes, truͤbes Sinnen— ihm dunkte die Zlit ſo lang, ſeit er die Baronin nicht geſehen— mechaniſch griff er nach dem Hute— er ſchlich durch mehrere Straßen, un⸗ entſchloſſen, was er thun wolle— und ihm ward
wohler, als er plötzlich vor ihrem Hauſe ſtand—
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