Teil eines Werkes 
2. Band (1828)
Entstehung
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doch nur aus dem Grunde, weil Felsburg der Grenze ſo nah gelegen, und bei jetzigem, ſchreck⸗ lichen Kriege eine ſo große Beſitzung fuͤr eine

Dame allein doppelt beſchwerlich ſeyn moͤchte—

begluͤcken Sie mich ferner mit Ihrem Vertrauen,

ich denke, es ſoll Alles recht gut werden. Antonie kehrte beruhigt zurüͤck— der Hof⸗

rath ging mit raſtloſer Thaͤtigkeit ans Werk—

Felsburg ward verkauft, die Schulden getilgt.

Antonien blieb zwar nur ein kleines Capital, doch hinreichend genug, um mit Anſtand leben, die Erziehung ihrer Tochter leiten zu konnen.

Der Baron hatte fremde Dienſte genom⸗ men— aus einem rauſchenden Bankett rief ihn die Trompete zur Schlacht— halb trunken ſtuͤrzte er ſich einem feindlichen Haufen entgegen, und— die erſte Flintenkugel machte ſeinem Leben ein Ende— er ſank blutend— erſtarrend, ſterbend vom Pferde.

Die Nachricht traf Antonien bald— ſie warf einen großen Blick zu Gott empor. Ihm iſt wohl— ſprach ſie leiſe— und— o Gott

im Himmel! mir hat Deine Guͤte das beſte Theil

erwählt!