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Mir war ein dämmernder Schein aufge⸗ gangen, welcher mir des Vetters Geſchichte, in den letzten Jahren ſeines Lebens, beleuchten zu wollen ſchien.— Ich war in der geſpannteſten Erwartung, welch einen Zuſammenhang dieß al⸗ les gewinnen muͤſſe, da blieb mein Blick auf einem mit Silber beſchlagenen Käſtchen von ſchwar⸗ zem Ebenholz hangen, das unter dem kleinen Ge⸗ maͤlde auf dem Liſche ſtand. Auf dem Tiſch ſelbſt lag ein Bund Schluͤſſel— ich verſuchte mehrere, und fand gluͤcklich den rechten— ich erſchloß das Kaͤſtchen, und fand ein Paquet Briefe mit ſchwarzem Band umwunden— ich warf, die Hand danach ausſtreckend, einen fragenden Blick auf das bleiche Bild des Verſtorbenen: von der todten Leinwand ſchien es mir Gewaͤhrung ſchmerzlich zu lächeln— ich nahm Platz auf dem gegenüͤberſtehenden Sopha, und las fol⸗ gende Geſchichte:
Antonie war die Gattin eines— ſchen Offiziers. In ihrem 16ten Jahre war das bluͤ⸗ hende, hochgebildete, geiſtvolle Maͤdchen an ei⸗ nen Mann verheirathet worden, deſſen einziger Vorzug in einem unermeßlichen Vermögen beſtand⸗


