terſtadt gnuͤgend zu begegnen. Jeder Morgen ſah mich uͤberſchuͤttet von einer Anzahl von Bil⸗ lets, aus welchen bald die rege Dankbarkeit ei⸗ ner gefuͤhlvollen Curantin, bald ein ſuͤßes Ge⸗ ſuch um guten Rath einer zaͤrtlichen Muͤndel ſprach— ich hatte zu thun, ſie alle gnuͤgend ab⸗ zufertigen. Am meiſten aber heizte mir Mi⸗ mi's Mutter ein; ihr Mann war ein Freund meines Vaters geweſen— ſie wußte tauſend Dinge zu thun, zu Tauſenden mich zu veran⸗ laſſen, die mich immer naͤher in ihren Kreis zo⸗ gen, und gar bald war ich in der Stadt als Mimi's Braͤutigam bekannt, indeß ich ſelbſt keine Ahndung davon hatte, es ſeyn zu wollen. Jetzt war ich Erbherr auf Tannenhofz eine Rente von 4000 Thalern war demnach mein geworden. Mama Commerzienräthin mochte mit Freund Selbig geheim conferirt haben— letzterer ſah mich ſo gut, als die ganze uͤbrige Stadt, fuͤr Mi⸗ mi's Praͤtendenten an, und— der Plan war fertig, mir durch ſie, an der Spitze der mich im Prunk empfangenden Mädchen, die Schluſ⸗ ſel vom Schloſſe uͤberreichen zu laſſen.
Bäschen hatte zur guten Stunde geplau⸗


