Segen. Alwine reichte mir mit einem zaubti⸗ ſchen Laͤcheln die Hand, zwar ſchien es, als verhuͤlle ein leichter Nebelflor das helle Auge, als wollten die Roſen von den Wangen gleiten, doch— ſie laͤchelte ja— ſie reichte mir ja willig die liebe, kleine, warme, weiche Hand— ihre Lippen oͤffneten ſich ja, um den Namen: Theodor, halb leiſe hervor zu hauchen.
Ich ſchlang meinen Arm um die feine, zarte Taille— ich druckte das ſuͤße Geſchoͤpf an mein freudig klopfendes Herz— ich nannte ſie meine Braut, das ſuͤßeſte, höchſte Gluͤck meines Le⸗ bens— da hauchten noch ein Mal in leiſeſtem Ton ihre Lippen den Namen: Theodor!— und ohnmächtig hing die Geliebte, leblos, bleich und kalt in meinen Armen!—
Der Miniſter nahm mich huldvoll auf. Lieber Sternau, ſprach der Gütige, es iſt mir lieb, daß Sie ſich um die Stelle bewerben, weil ich ſie gern durch ſolch einen tuͤchtigen Mann beſetzt ſehe, obgleich, ich geſtehe es ganz ehr⸗ lich, mich die Bitte meines Neffen, einen ſei⸗ ner Jugendfreunde in das Amt zu ſetzen, ein wenig in Verlegenheit bringt. Allerdings habe


