— 232— Verbindung mit einem Manne, deſſen erſter Anblick ſie mit Grauen erfuͤllte— doch— ſie mußte den Befehlen des Vaters gehorchen, ob⸗ gleich ihr Herz dem bangen Kummer, ſich ſo geopfert zu ſehen, faſt unterlag.
Jetzt, nach des Vaters Tode, theilte die Mutter ihr den Entſchluß mit, dem Hofrath, wrelcher von der grauſigen Verändrung des Ver⸗ mogenszuſtandes in der Familie ſeiner Braut keine Ahndung hatte, den wahren Zuſtand der Dinge mittheilen zu wollen.
Ein leichtes Roth flog uͤber Alwinens bleiche Wange— unwillkuͤhrlich ſtreifte ihre Rechte den ſchimmernden Brillantring vom Fin⸗ ger, und legte ihn in der Mutter Hand.—
Er giebt mich auf, ſprach ſie ſanft, als dieſe verwundert einen kleinen Schritt zuruͤck trat— glaube mir Mutter, er giebt mich auf, ſetzte ſie verſichernd, leiſe hinzu, vorausſehend, wie weh' dieſe Verſicherung dem mutterlichen Herzen thun wuͤrde, das in dem reichen Schwie⸗ gerſohn die letzte Stütze der eignen Be heit erblickte.
Zitternd ſchrieb die Mutter die verhaͤngniß⸗


