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vollen Zeilen, und wirklich entglitt ihren Hän⸗ den der Verlobungsring, als die Antwort des Hofraths ihr der Tochter Muthmaßungen be⸗ ſtaͤtigte.
Alwine warf ſich, tief aufathmend, an der Mutter Bruſt.— O wohl mir! rief ſie, wohl uns Beiden, daß es ſo gekommen iſt! O Mut⸗ ter, ſetzte ſie ſchmeichelnd und tröſtend hinzu, kannſt Du wirklich klagen, daß Dein Kind ge⸗ rettet iſt? Und wußteſt Du nicht längſt, daß ich den Hofrath nie geliebt? Konnteſt Du hof⸗ fen, Heil zu finden in einer Verbindung, welche der ſchmutzigſte Eigennutz geknüpft? Glanzheim iſt ein gemeiner Menſch— er muß erröthen,
wenn er ſeines Betragens gedenkt— indeß uns,
die wir wahr und ſchuldlos ſind, der Vortheil wird, ihn verachten zu können.—
Die Mutter ſchickte den Ring zurück— die Verlobung war aufgelöſ't— Alwine frei.
Mutter und Tochter bezogen ein nettes Quar⸗
tier in der Vorſtadt, und hier war es, wo ich Alwinens Bekanntſchaft machte, da ich bereits
die eine Hälfte der Etage inne hatte, deſſen
andere Hälfte ſie mit ihrer Mutter bezog.


