zu erklären— daß es des geiſtreichen Ebalts Zurechtweiſung gar nicht bedarf.
Da endlich ſchaut mit ernſtem, majeſtä⸗ tiſchen Blick das ſilberumlockte Haupt der ſtolzen Jungfrau zu uns heruͤber— und wir ſtehen, beim Aufgange der Sonne, hoch oben auf der Wanger Alp, um das freundliche Er⸗ röthen zu ſehen, mit welchem die Aufſteitzende der Keuſchen Wangen uͤberhaucht.
Sey auch mir gegruͤßt! du Keuſche, Rei⸗ ne, rufe ich mit Ehrfurcht erfuͤllter Bruſt!— und unwillkührlich falten ſich die Haͤnde, und die bewegte Seele, ſolche Wunder erſchauend, beugt ſich tief in ſtillem Gebet vor der hohen Allmacht deſſen, der ſeine Welt ſo wunderbar herrlich geſtaltet, und der beſchrankte Gedanke wird zum unenplichen Gefuͤhl der innigſten An⸗ betung, der heißeſten Liebe und Sehnſucht, um zuruck zu kehren in das Herz und es zu erfullen mit dem Drange, ſich zu legen an ein ver⸗ wandtes Herz— und die Thraͤnen der Ruͤh⸗


