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Thatſache, die Angeſichts des Bruders der Verfaſſerin vorfiel, der zur Zeit Dirigent eines großen Hauſes in New⸗Orleans war. Ans derſelben Quelle fließt der Bericht über den Cha⸗ rakter des Pflanzers Legree, über welchen ſich der Bruder fol⸗ gendermaßen ausdrückt:„Ich beſichtigte ſeine Plantage; er zeigte mir mit Stolz die Schwielen ſeiner Hand, und ſagte: das ſei vom Negerprügeln! Als ich ſeine Beſitzung verließ, holte ich tief Athem und mir war, als ob ich der Höhle eines Räubers entſchlüpfte.“ Auch Tom's trauriges Ende findet hundertfach ſeine Beſtätigung, da die Geſetze das Zeugniß eines Farbigen gegen einen Weißen nicht anerkennen. Ueber⸗ haupt hängt das Wohlergehen der armen Sclaven nur von dem Charakter ihres Beſitzers ab.— Oft erreichen die empörendſten Gräuelthaten das öffentliche Ohr, doch noch empörender ſind die Bemerkungen, die man hierüber vernimmt.— Mit eben der Ruhe würde man es aufnehmen, zu hören, ein Meiſter läßt ſeine Lehrlinge zu Tode guälen, wenn es die Geſetze in Neu⸗England erlaubten. In dem Syſtem, das die Sclaverei aufrecht erhält, iſt das vollkommen gerechtfertigt, ſie kann nicht beſtehen ohne dies. Das Entſetzlichſte iſt der Verkauf der Mädchen und Frauen auf den Sclavenmärkten; je ſchöner und kräftiger ſie ſind, deſto trauriger iſt ihr Loos!
Aus Gerechtigkeitsliebe müſſen wir durch folgende Anek⸗ dote beweiſen, daß St. Clare's Edelmuth und Freundlichkeit ihre Beſtätigung im Leben fanden. Vor mehreren Jahren lebte in Cincinati ein junger Herr aus dem Süden mit einem Diener, der ſeit frühſter Jugend ihn umgab. Der Diener be⸗ mühte ſich, die Freiheit zu erlangen bei einem Quäker, der ſich mit dieſen Angelegenheiten befaßte. Sein Beſitzer war höchſt aufgebracht darüber, er hatte den Sclaven ſtets ſo gütig und liebevoll behandelt, und ſo großes Vertrauen in deſſen Anhänglichkeit geſetzt, daß er glaubte, man hätte denſelben gegen ihn aufgehetzt, um dieſen Entſchluß hervorzubringen. Er be⸗ ſuchte den Quäker in großer Aufregung, aber dieſer kam ihm mit ſo ſeltener Offenheit entgegen, daß er ſeine Zweifel fallen ließ und ſagte, er würde ſeinen Sclaven augenblicklich frei machen, wenn er in ſeinem Beiſein erkläre, er wolle durchaus frei ſein. Eine Zuſammenkunft fand ſtatt und Nathan wurde von ſeinem Herrn gefragt, ob er über irgend etwas klagen könne, und weshalb er ſeine Freiheit wünſche?„Nein, nein, Herr, Sie waren immer gut und mild gegen mich.“
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„Und weshalb willſt Du frei ſein?“
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