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Onkel Tom's Hütte / von Beecher-Stowe ; frei nach dem Englischen von A. Eltze
Entstehung
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Aber, Sir, Er hat für dieſes Geſchäft eine ganz ber ſondere Begabung.

Das will ich ſchon glauben, er war nie zu irgend einer Arbeit ſonſt begabt geweſen, die ich ihm zu verrichten gab.

Doch bedenken Sie nur, daß er dieſe Maſchine erfunden hat! wendete einer von den Arbeitern voreilig ein.

Ja wohl! eine Maſchine zur Arbeitserſparung, nicht

wahr? Es nimmt mich nicht Wunder, daß er dieſe erfunden hat, denn hierzu iſt ein Neger immer gut; ſie alle ſind ar⸗ beitserſparende Maſchinen! Nein, er muß ſich auf die Beine machen! George hatte wie erſtarrt dageſtanden, als er ſo plötzlich ſein Urtheil von einer Gewalt ausſprechen hörte, die, wie er wohl wußte, unwiderſtehlich war. Er verſchrenkte ſeine Arme, preßte feſt ſeine Lippen zuſammen, doch in ſeiner Bruſt loderte ein Vulkan von bitteren Gefühlen und ſendete Feuergluthen durch ſeine Adern. Er athmete ſchwer, und ſeine großen dunklen Augen ſtarrten wie angefachte Kohlen, und er wäre vielleicht auf eine gefährliche Art aufgebrauſt, wenn der freund⸗ liche Fabrikbeſitzer nicht ſeinen Arm berührt und mit leiſer Stimme geſagt hätte:

Gieb nach, George! Gehe für jetzt mit ihm, ich werde verſuchen, ob ich Dir nicht noch helfen kann!

Der Tyrann bemerkte das Flüſtern und errieth deſſen

Sinn, obgleich er nicht hören konnte, was zwiſchen ihnen ver⸗ handelt wurde, und er nahm ſich in ſeinem Innern feſt vor, die Macht, die er über ſein Opfer beſaß, geltend zu machen.

George wurde nach Hauſe gebracht und zu den gemeinſten Arbeiten auf dem Gute verwendet. Er war noch fähig ge⸗ weſen, jedes unehrerbietige Wort niederzudrücken; doch das blitzende Auge, die finſtere, gerunzelte Stirn war eine natür⸗ liche Sprache, die nicht unterdrückt werden konnte unzwei⸗ felhafte Beweiſe, die nur zu deutlich zeigten, daß der Menſch nicht zu einer Sache gemacht werden kann. George hatte wäh⸗ rend der glücklichen Zeit ſeiner Beſchäftigung in der Fabrik ſeine Frau kennen gelernt und geheirathet. Zur ſelben Zeit hatte er, indem ihm ſein Arbeitsgeber vertraute und ihn be⸗ günſtigte, vollkommen die Freiheit beſeſſen, nach Belieben zu kommen und zu gehen. Die Verbindung wurde von Mrs. Shelby im höchſten Grade gebilligt und dieſe hatte, mit weib⸗ licher Eitelkeit am Eheſtiften, Freude, ihren hübſchen Günſtling mit einem Manne ihrer Rage, welcher in jeder Weiſe für ſie zu paſſen ſchien, zu verbinden, und ſo waren ſie in dem gro⸗