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Onkel Tom's Hütte / von Beecher-Stowe ; frei nach dem Englischen von A. Eltze
Entstehung
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12 Unterricht und die Verbeſſerung ihrer Dienerſchaft, obgleich er ſelbſt nie entſchieden Antheil daran nahm. In der That, wenn er auch nicht geradezu an die Wirkſamkeit der beſon⸗ deren guten Werke der Heiligen glaubte, ſo bildete er ſich doch unter Andrem ein, daß ſein Weib Milde und Güte für zwei genug habe, um eine nebelhafte Hoffnung in den Him⸗ mel zu kommen zu geſtatten, und zwar durch den Ueber⸗ ſchuß von Eigenſchaften, auf welcher er gerade keinen beſon⸗ dern Anſpruch hatte. Die ſchwerſte Laſt ſeiner Seele war, nach der Unterhal⸗ tung mit dem Händler, die unvorhergeſehene Nothwendigkeit, ſeinem Weibe die getroffene Anordnung zu eröffnen und dann auf die Mißhelligkeiten und die Oppoſition zu ſtoßen, welche ihm, wie er wohl wußte, entgegen ſtehen würden. Da Mrs. Shelby nichts von ihres Mannes Verlegenheit wußte, und auch die Freundlichkeit ſeines Charakters kannte, 3 war ganz aufrichtig in der Ungläubigkeit, womit ſie die ge⸗ dachten Gründe Elizens aufnahm. Sie ſchüttelte in der That dieſe Laſt von ihrem Herzen ohne nochmals darüber nachzu⸗ denken; und als ſie ſich mit der Vorbereitung für einen Abendbeſuch beſchäftigte, ſtahl es ſich ganz aus ihrem Sinne.

Zweites Kapitel. Die Mutter.

Elifabeth war von Kindheit auf von ihrer Herrin als ein verzärtelter und verwöhnter Liebling gehalten worden.

Wer ſchon in den ſüdlichen Staaten reiſte, muß ſchon oft die beſondere Feinheit, die Milde der Stimme und des Betragens bemerkt haben, welche in vielen Fällen eine beſon⸗ dere Gabe der Quadron⸗ und Mulattenmädchen zu ſein ſcheint. Dieſe natürliche Grazie der Quadron iſt oft mit der blendendſten Schönheit vereint und faſt immer mit einem ein⸗ nehmenden und angenehmen Aeußern. Eliſa, wie wir ſolche ſchilderten, iſt etwa nicht eine erdichtete Stizze, ſondern noch lebt ſie in unſerm Gedächtniß, ſo wie wir ſie in Kentuckh geſehen. Geſichert unter dem Schutze ihrer Herrin war Eliſa

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