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geſeſſen und mit ihren Blicken ihn verſengt hatte, wandelten ihm auch jetzt noch den Kerker in einen duftenden Roſengarten. Bald darauf horten die Gefangenen den Hauſen der Fruſtratori abziehen. Als aber der erſte Rauſch voruͤber war, mußte ſich Wahlmann doch geſtehen, daß ſeine Lage nicht die angenehmſte ſei. Nicht allein war er aller Bequem⸗ lichkeiten beraubt, das waͤre noch zu verſchmerzen geweſen, aber dieſer Schmugglerhaufe wollte ja in der Nacht des uͤbermorgenden Tags eine bedeu⸗ tende Waarenladung in das Koͤnigreich uͤber den See einfuͤhren, und ſeine Pflicht heiſchte, daß er dieſer Waaren habhaft werde. Wie konnte er dies aber ausfuͤhren, wenn er auch nur einen Tag in dieſem Keller zubringen mußte? Schon war er im Begriff, durch Pochen und Rufen den Wirth herbei zu ziehen, und alle Mittel, Bitten, Beſte⸗ chung und Drohungen, anzuwenden, um nur in Freiheit zu kommen, als er ein Geraͤuſch vor der Thuͤre vernahm. Raſch wurde das Schloß gedreht, die Thuͤre geoͤffnet und zu Wahlmanns freudigſtem Erſtaunen ſtand Gianetta vor ihnen. 8
„Ihr armen Leute,“ ſagte ſie gutmuthig, aber doch ſchuͤchtern,„laßt mich das Unrecht wieder


