gut machen, was die rohen Geſellen an euch veruͤbt. Ihr ſeid gewiß keine Spione, und wer⸗ det uns nicht verderben wollen.“ Mit dieſen Wor⸗ ten ſchnitt ſie die Stricke entzwei, welche Wahl⸗ manns Glieder feſſelten, aber mit ihnen war ſeine Zunge noch nicht geloͤſt, und von Gefuͤhlen uͤbermannt, ſchloß er ſtumm ſeine Befreierin, ſo⸗ bald er die Arme wieder bewegen konnte, in die⸗ ſelben; doch mit den Roſen holder Verſchaͤmtheit auf den Wangen entwand ſie ſich zuͤchtig der ſtuͤr⸗ miſchen Umarmung, um auch den Diener der Ban⸗ de zu entledigen. Erſt als ſie wieder unter dem freien Himmel ſtanden und die untergehende Son⸗ ne ihre Geſichter vergoldete, als Gianetta, wie eine Heilige in Strahlenglanz gehuͤllt, den Berg ſchweigend hinab ſchritt, da gewann Wahlmann Worte, und:„Holdes Kind, das Du mir erſchienen biſt, wie der Engel dem heiligen Paulus im Ker⸗ ker, um ihn zu erloͤſen, enteile mir nicht auch ſo ſchnell und verſchmaͤhe meinen Dank nicht!“ rief er der haſtig davon Schreitenden zu.
„Ihr ſeid mir keinen Dank ſchuldig, werther Herr,“ verſetzte das Maͤdchen.„Hat doch mein


