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Die Schmuggler
Entstehung
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koͤnnte, zoͤg' ich dies freie Leben nicht jedem andern vor. Seit kein Krieg mehr in Italien iſt, hat ein kuͤhnes Herz kein Feld fuͤr ſeinen Muth, als dieſe Alpen zu erklettern und den armen Lombarden die Steuer zu erſparen, die ſie dem Kaiſer fuͤr jeden Bettel zahlen muͤſſen, der doch zu des Leibes Nah⸗ rung und Nothdurft gehoͤrt. Ein Bandit und Raͤuber zu ſein, iſt ein ſchimpflich Gewerbe; was bleibt der Ehre und Tapferkeit anders uͤbrig, als ſich zu den Fruſtratori zu ſchlagen? und wahrlich, Wirth, mit einem Koͤnig tauſcht' ich nicht!“

Die Umherſitzenden jubelten dem Sprecher ih⸗ ren Beifall zu, und ſein begeiſtert rollendes großes Auge ſagte ihnen ringsum Dank. Nur Gianetta goͤnnte ihm auch nicht einen Blick, und Wahlmann ſchien es doch, als habe er ſie allein angeredet und all die Worte ſeien nur ein Lob auf ſie und auf die Seligkeit geweſen, in ihrer Geſellſchaft zu leben.

„Du biſt ein braver Kerl, Antonio,“ ſagte der bejahrte Anfuͤhrer und reichte ihm die Hand. „Nach Gewinn fragſt du nicht, und nur nach der Ehre. Haͤtt' ich noch eine Tochter, du muͤßteſt mein zweiter Schwiegerſohn werden.“ Antonio

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