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zum Schornſtein hinausgefahren und Niemand hat ihn wieder in Oberau geſehen.— Seitdem iſt der Joſeph täglich des Abends nach dem Schwedenacker gegangen und hat dort nach dem Schatz gegraben. Gefunden hat er ihn gewiß, woher ſollte er ſonſt das viele Geld haben; aber er leugnet es und zum Scheine gräbt er noch beinahe alle Tage. Im letzten Jahre hat er gar das Waſſer aus dem großen Sumpfloch abgeleitet, ſo daß jetzt der ganze Schwedenacker ein großes fruchtbares Feld iſt, auf dem das beſte Korn in der ganzen Gegend wächſt.— Das iſt doch der beſte Beweis, daß der Schatz gehoben iſt, denn ſo lange der im Boden lag, war ja der Schwedenacker verflucht; nichts konnte auf ihm gedeihen, als Diſteln und anderes wüſtes Gewächs.“
„Da haben Sie Recht, Landsmann!“ entgegnete der Pro⸗ feſſor, deſſen Auge recht muthwillig luſtig funkelte.—„Der Beweis iſt klar wie die Sonne, der Zoſeph hat den Schatz gehoben. Schönen Dank für die Nachricht und Gott zum Gruß!“ — Er ſetzte fröhlich ſeine Wanderung fort und bald gelangte er zu der Stelle, wo früher Zoſeph's kleine baufällige Hütte ge⸗ ſtanden hatte, jetzt aber ein ſtattliches Bauernhaus ſtand.— Auf der Bank vor der Thür ſaß ein ſchönes junges Weib mit einem wenige Wochen alten Kindchen auf dem Schooß.
Der Profeſſor betrachtete das liebliche Bild mit innigem Wohlgefallen.—„Grüß Gott, Frauchen,“ ſagte er freundlich. —„Kann bei Ihnen wohl ein müder Wanderer für Geld und gute Worte ein Glas Milch bekommen?“
„Für Geld nicht, aber für ein gutes Wort herzlich gern. Seien Sie willkommen, alter Herr. Treten Sie ein in die kühle Stube und ruhen Sie aus. Die Nachmittagsſonne brennt gar heiß.“
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