Druckschrift 
Dörenberg : Adolph Streckfuss
Entstehung
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Ei gewiß, erwiderte der Bauer lächelnd,wer in Oberau möchte den Joſeph nicht kennen!

Alſo er lebt, das freut mich von Herzen. Iſt er ge⸗ ſund, geht es ihm gut?

Was ſollte wohl dem Joſeph fehlen? Wem's ſo ge⸗ glückt iſt in der Welt, wie dem Zoſeph, der kann gewiß nicht klagen. Vor fünf, ſechs Jahren war er noch ein armer Schlucker, der am Hungertuch nagte, und jetzt iſt er ein ge⸗ machter Mann, hat des reichen Obermüllers ſchöne Urſchel zur Frau, das alte morſche Haus umgebaut und Geld hat er, man weiß nicht wie viel. Aber mit rechten Dingen geht's nicht zu. Die Leute ſprechen Allerlei!

Wirklich? Und was ſprechen denn die Leute?

Nichts für ungut; aber der Herr iſt ein Freund von dem Joſeph, da will ich mir nicht das Manl verbrennen.

Sprechen Sie nur, Landsmann. Ich kann reinen Mund halten und ſage dem Joſeph ſicher nichts wieder. Ich habe ihn noch gekannt, als er ein armer Schlucker war und möchte nun wohl auch wiſſen, wie er zu dem Reichthum gekommen iſt.

Das iſt's eben, Niemand weiß es. Der verſtorbene Schwanenwirth hat erzählt, ein alter Zaubermeiſter habe dem Joſeph ein rothes Zauberbuch geſchenkt und ihn gelehrt, wie er den Schatz auf dem Schwedenacker heben könne, dann ſeien ſie Beide in einer dunklen Nacht nach dem Schwedenacker hinaus⸗ gegangen, dort habe der Joſeph um Mitternacht dem Teufel ſeine Seele verſchreiben müſſen, der Zauberer iſt dann allein zurückgekommen, hat in dem Oberſtübchen während der ganzen Nacht gräulich gelacht und getobt. Am frühen Morgen iſt der Joſeph gekommen, leichenblaß und an allen Gliedern zitternd.

Er hat nach dem Zauberer gefragt, der aber iſt fort geweſen, Streckfuß, Im Schwedenacker. 11