Druckschrift 
Dörenberg : Adolph Streckfuss
Entstehung
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Die Stimme verhallte, Joſeph hörte nichts mehr, er war allein auf dem ſchauerlichen Si allein in dunk⸗ ler Nacht.

Fünf Jahre waren nach der Be ſcichungot vergangen, da wandelte an einem ſchönen Auguſtnachmittage der alte Pro⸗ feſſor auf der Straße von Unterau bergwärts dem Dorfe Oberau zu. Die Jahre hatten auf den alten Herrn keinen ſonderlichen Eindruck gemacht, vielleicht war ſein faltenreiches Geſicht noch faltenreicher geworden, ſonſt aber ſchritt er noch eben ſo kraftvoll einher, ſeine grauen Augen blitzten noch ebenſo lebendig und muthwillig wie früher. Er hatte ſchon einen weiten Weg zurück⸗ gelegt, das aber würde Niemand ſeinem leichten, raſchen Schritt angemerkt haben.

Als er die erſten Häuſer des lang im Thale ſich hinſtrecken⸗ den Dorfes erreicht hatte, blieb er einen Angenblick ſtehen, er er⸗ wartete einen Bauer, der querfeldein der Straße zuſchritt.Grüß Gott, Landsmann, ſagte er freundlich.Sie könnten mir wohl einen großen Gefallen thun.

Soll gern geſchehen, erwiderte der Angeredete mit der freundlichen Bereitwilligkeit, welche die Landleute jener Gegend auszeichnet.

Ich war ſeit Jahren nicht in Oberau. Vor wenigen Tagen erſt bin ich von einer Reiſe in fernen Ländern zurückge⸗ kehrt. In der ganzen Zeit habe ich nichts von Europa gehört und möchte nun nicht gern tölpiſch einem Freunde in's Haus

fallen, ehe ich weiß, wie es ihm geht. Sie kennen gewiß den

Joſeph Wurbler, den Bildſchnitzer?