Druckschrift 
Dörenberg : Adolph Streckfuss
Entstehung
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Exlauben Sie mir einige Fragen. Wünſchen Sie ein reinliches Bett? Gewiß!

Gutes Eſſen, billige Preiſe?

Natürlich.

Anſtändige, ſchnelle, freundliche Bedienung?

Verſteht ſich von ſelbſt.

Dacht ich's nicht? Ich habe Sie erkannt, mein Herr, eine geheime Sympathie zog mich zu Ihnen, wie wäre ich ſonſt dazu gekommen, Sie anzureden? Nun, wenn Sie einen Gaſt⸗ hof nach Ihrem Herzen wollen, dann gehen Sie in die ſilberne Krone.

Was aber haben Sie gegen den grünen Baum?

Ich will nichts dagegen ſagen, durchaus nichts, das ſei fern von mir; ſoll ich Ihnen aber als wahrer Freund und als Ehrenmann rathen, dann kann ich nicht anders ſagen, als die ſilberne Krone iſt der Gaſthof für Sie. Ich habe meine trau⸗ rigen Erfahrungen in Berlin gemacht, weil ich einſam ohne ei⸗ nen treuen Rathgeber in der großen Stadt daſtand. Danken

Sie es den wunderbaren Fügungen des Himmels, daß Ihnen

dieſer einen wahren Freund ſchenkte, der Ihnen räth. Gehen Sie in die ſilberne Krone, mein Herr, auf meine, Theudo⸗ bald Laur's Verantwortung!

Ein Lächeln ſpielte um den feingeſchnittenen Mund des jun⸗ gen Studenten; der Eifer, den Herr Theudobald Laur anwen⸗ dete, um ihn nach der ſilbernen Krone zu bringen, amüſirte ihn. In welcher Straße liegt Ihr Gaſthof? fragte er möglichſt treuherzig.

In der Zoſtraße, nicht weit von der Koſtraße, aber weit anſtändiger als dieſe, denn ich darf es Ihnen nicht verhehlen,