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goſſen wurde, das ihn jemals getraͤnkt hat! Wir wollen fort; ich beſchwoͤre Sie, theure Eliſe, bringen Sie mir dies Opfer! Sie ſind mir es ſchuldig, denn Ihre Reden ſind meinen Schmerzen nicht fremd geweſen. Wenigſtens ſeit vierzehn Tagen iſt der gute ulrich wieder mit ſeiner Gemeinde vereinigt und er hat Zeit genug gehabt, uns einen Zufluchtsort zu berei⸗ ten. Was verlieren wir, daß wir Wiens Lurus dort nicht finden. Ich bedarf blos einer Huͤtte, wo mein Haupt ruhen kann. Ach Styndall, edler Sterblicher, zu erhaben uͤber die menſch⸗ liche Natur, warum war mir es nicht vergoͤnnt, mit Dir die niedrigſte, die beſcheidenſte Huͤtte zu theilen!““
Die Baronin, welche von der Nothwendig⸗ keit dieſer Aenderung uͤberzeugt war, erwiederte, daß die Anſtalten zur Reiſe durch die Aufmerk⸗ ſamkeit der Fraͤulein Hubert und Tom Sylcocks, der ſeit der letzten Woche unter die Dienerſchaft des Palaſtes von Oedenburg aufgenommen war, bereits getroffen waͤren. Derſelbe Wille, der Sylcocks Dienſte angenommen, hatte auch die des Hundes Kanot nicht verſchmaͤht. Die Ba⸗ ronin bemerkte, daß ſie durch ihre Antwort Charlottens Schmerz etwas beruhigt hatte und


