Teil eines Werkes 
3. Band (1828)
Entstehung
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fuͤgte ohne von ihren angebornen Ideen abzu⸗

gehen hinzu:

Ich verlange nicht in Ihr Geheimniß zu dringen, meine theure Freundin; allein ich bin uͤberzeugt, daß der Rath Holger blos deshalb dieſen Morgen eine Unterredung mit Ihnen wuͤnſchte, um Sie von der Verlegenheit zu unterrichten, in der ſich der Wienerhof wegen Sir Styndalls Tode befindet. Nicht ungeſtraft duͤrfen ſolche Perſonen verſchwinden; allein des ungeachtet blaͤttre ich ſeit acht Tagen vergebens in den Tagsblaͤttern, die ich mir vom Baron Sperges kommen laſſe, dennoch habe ich keine Anzeige geſehen, daß in dieſem oder vorigem Jahre irgend eine Perſon von Auszeichnung in

uropa verſchwunden waͤre.

Meine liebe Couſine, entgegnete die Fuͤr⸗ ſtin von Oedenburg mit jenem Tone, aus dem die innere Ueberzeugung ſprach.Sie koͤnnen ſich das Wuͤrdigſte, das Achtungswertheſte auf der Erde denken, denn Sie koͤnnen den, den wir beweinen, nicht hoch genug in Ihrem Geiſt ſtellen. Ich habe das traurige Recht, Ihnen dieſe Verſicherung zu geben, denn ich habe ihn gekannt; ja ich werde wahrſcheinlich die einzige ſein, die ihn verſtanden hat.