Teil eines Werkes 
3. Band (1828)
Entstehung
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heilſam auf dieſen Schmerz, indem er ihr eine mehr religioͤſe Richtung gab. Noch hatte Char⸗ lotte einen ſchrecklichen Augenblick zu uͤberſte⸗ hen, als der Leichenzug ſich in Bewegung ſetzte, um den Palaſt zu verlaſſen.Lebe wohl, Be⸗ ſter, liebenswuͤrdigſter der Menſchen!« rief ſie, die Blicke durch das Fenſter werfend,Leb wohl, ebler, großmuͤthiger Freund! Ein ſchaͤnd⸗ licher Verrath entreißt dich meinen Armen, aber er iſt unvermoͤgend, dich aus meinem Herzen zu verdraͤngen. Vergebens entfernt ſich in die⸗ ſem Augenblick deine Huͤlle von mirz wie theuer ſie mir auch war, ich konnte ſie ja doch nicht zuruͤckhalten; aber unſere Seelen haben ſich verſtanden, Friedrich; ihre Hochzeit iſt vollzo⸗ gen und dein Tod knuͤpft die Bande nur noch feſte

Styndalls Leichenbegaͤngniß wurde mit Pracht gefeiert. Alle Freunde der Fuͤrſtin von Heden⸗ burg wohnten ihm bei; alle Nachbarn des Gent⸗ leman und ein großer Theil der Einwohner Wiedens, vergroͤßerten den Zug, der ſtill durch die Stadt nach der Schottenkirche ging. Nur als man aus der Leopoldsſtadt treten wollte, kamen die Bewohner der Donauufer, denen der Fremde bei der letzten Ueberſchwemmnung beige⸗