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einer Anſicht nach wird die Schoͤnheit in einem abſtrakten Sinne genommen, unbeſtimmt ſein; wenn wir ſie in einem wirklicheren Sinne auf das ideale Leben, oder darauf, wodurch es repraͤſentirt wird, anwenden, wird ſie uns in einem Zuſtande der Ruhe erſcheinen, der jeden ſie nicht veraͤndernden Ausdruck anzunehmen bereit iſt, ohne jedoch einen ſolchen zu uſſern. Nicht Unbeweglichkeit, nicht Traͤgheit iſt es, was ich von ihr verlange. Ich will ſie wie das Meer bei ruhigem Waſſer und klarem Him⸗ mel. Von Weitem ſcheint es eine vollkommene ebene Oberfläͤche, ein Spiegel ohne Hoͤhen und ohne Vertiefungen: Treten Sie mit aufmerk⸗ ſamen Augen naͤher, und Sie werden tauſend Dinge entdecken, die die Gegenwart der innern Bewegung bezeugen. So kann der Beobachter bei einer ſchoͤnen Antike im Schoos der Ruhe, die Spur des Lebens, den Eindruck eines Ge⸗ fuͤhls und den Charakter eines herrſchenden Gedankens entdecken; dies iſt ein durchſichtiges Waſſer, an dem Ort geſchoͤpft, wo es am rein⸗ ſten, am ruhigſten iſt, vielleicht der Quelle am nüchſten; aber dieſes Waſſer ſpiegelt Staͤdte, Doͤrfer, Felſen, Baͤume und Heerden ab, die an ſeinem Ufer ſind. Es ſchafft die Erſchei⸗


