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reißt, und ſie in das Reich der Ideen ber⸗ ſchlingt; und ſo ſtimmen ſie uͤberein und be⸗ ſtimmen wechſelſeitig ihren Werth durch Aehn⸗ lichkeiten, oder durch Contraſte in der Materie. Sie iſt demnach das große Geheimniß der Na⸗ tur, und da ſie ſich doch in den erſchaffenen Dingen befindet, ſo kann man ſie auſſer ihnen nicht ſuchen.
Wie in Bezug auf uns der Zuſtand des Gluͤcks(d. h. die Abweſenheit des Schmerzes und der Beſitz des Vergnuͤgens) uns am we⸗ nigſten zu erlangen koſtet, und was das Schick⸗ ſal der Menſchen am freiwilligſten zutheilt, eben ſo ſcheint die Idee der vollkommenen Schoͤnheit unter allen, die der Einbildungskraft angehoͤren, am leichteſten zu faſſen, weil man dazu weder philoſophiſche Kenntniſſe noch tiefes Nachforſchen uber die Leidenſchaften der Seele, noch Studium uͤber ihre Aeuſſerungen braucht. Wenn dieſe unſern Blicken gefallen, ſo wird die Seele ſich ihrer bewußt; ſie erklaͤrt nicht, ſie begnuͤgt ſich zu beſitzen und zu genießen; der Geſtalt nach iſt ſie gluͤcklich, weil ſie ohne Unruhe weiß, daß ſie vorhanden iſt, und zwar durch das Schoͤne ſelbſt, wovon ſie das Ge⸗ fuͤhl hat.


