Teil eines Werkes 
3. Band (1828)
Entstehung
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und Griechenland. Dann kam man auf die Frage von dem Schoͤnen in der Kunſt. Da⸗ hin wollte Charlotte Winkelmann haben, uͤber dieſen Gegenſtand ihn zu hoͤren, wuͤnſchte ſie weit mehr, als ihn in eine Abhandlung uͤber die mehr oder weniger beſtrittene Glaubwuͤrdig⸗ keit einer Antike zu verwickeln.

Man unterhielt ſich italieniſch, der gewoͤhn⸗ lichen Sprache faſt aller Bewohner des Palaſtes von Oedenburg, und die als ausdrucksvolle Sprache den Gedanken des Genies am beſten entſpricht, zumal wenn es von den Werken großer Meiſter entflammt iſt, oder ſich von der Betrachtung, in die es verſunken war, wieder erhebt, um den preſſenden Gefuͤhlen freien Lauf zu machen.Sie haben, ſagte Charlotte von Oedenburg,die ſchoͤnen Statuen im Original geſehen, die nur wenige Liebhaber durch die minderwerthen Copien Ihrer koſtbaren Beſchrei⸗ bung kennen, gehoͤren der Laokvon, der Torſo, der Apoll von Belvedere, der Apoll Sourok⸗ tonos, den Sie, wenn ich mich nicht irre, in die erſte Reihe dieſer Meiſterwerke ſetzen, die Venus von Florenz, die Niobe, die beiden Her⸗ kules, der Bacchus, der Antinous, die jenen unmittelbar nachfolgen, gehoͤren ſie einer uͤber⸗