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die ihr der Gentleman gemacht, dem beruͤhmten Fremden bei ihr nicht geſchadet hatte.
Dieſer naͤherte ſich ſogleich dem Dichter der Didone abandonnata. Sie hatten ſich ſchon einige Mal in Italien geſehen, wohin ſonſt der Dichter von Zeit zu Zeit Reiſen machte; und ungeachtet ihres verſchiedenen Alters(Meta⸗ ſtaſto war damals neun und ſechzig und Win⸗ kelmann beinahe funfzig Jahre alt) hatte die merkwuͤrdige Gleichheit ihrer Schickſale einen zu dem andern gezogen. So wie der funfjaͤh⸗ rige Knabe des Soldaten Trapaſſt zu Rom ſein Gluͤck durch ſeine harmoniſche Stimme machte, als er auf dem Markte Vallivella Stanzen ſang und einen Barbier und den Rechts⸗ gelehrten Gravina in Bewunderung ſetzte, ſo verdankte auch der preußiſche Archaͤolog bei ſeinem Abgang vom Gymnaſium ſeinen Lebens⸗ unterhalt dem Praͤfektenamt der Chorſchüler, die um einen geringen Lohn ihre Motetten in den Straßen von Stendal ſangen.
Nach dieſen Epiſoden, die in jeder etwas zahlreichen Geſellſchaft nach den gebraͤuchlichen Complimenten folgen und der allgemeinern Un⸗ terhaltung vorangehen, ließ man ſich nieder und ſprach von Rom und Italien, dann von Athen


