Teil eines Werkes 
3. Band (1828)
Entstehung
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und die Liebe zubereiten wuͤrden. Sie war um deſto leichtet zu beruhigen, da Grundſaͤtze einer weiſen Toleranz mit der Moral des ehrwuͤrdi⸗ gen ulrich ihren Geiſt beſeelt hatten.

Als Styndall ſeine Pflicht gegen Emma Riverß erfuͤllt hatte, eilte er nach der Leopold⸗ ſtadt, wo er ſeit einigen Tagen nicht geweſen war. Waͤhrend dieſer Zeit hatte er die Huͤtte der Wittwe Flachsmann, die durch den uͤberge⸗ tretenen Strom weggeriſſen worden war, wieder aufrichten laſſen; das Haus wurde ſchoͤner, dauer⸗ hafter und fuͤr das Geſchaͤft dieſer Frau, das im Waſchen beſtand, ſehr vortheilhaft auf eini⸗ gen Klaftern ihres als Erbgut zugefallenen Landes gebaut, das zwiſchen dem Augarten und dem Prater nach dem Felde zu lag. Die kleine Gertrude und ihre Mutter wurden ohne Geraͤuſch heimgefuͤhrt, doch ward die Fuͤrſtin erſt davon benachrichtigt. Sie vernahm dieſe umſtaͤnde aus dem Munde der Witwe, die hrem Kinde einen Beſuch abſtattete, das nach der Ueberſchwemmung ſo edelmuͤthig aufgenom⸗ men worden war. Friedrichs Ruͤckkehr brachte die Zufriedenheit in den Palaſt von Dedenburg mit. Charlottens Unruhe war verſchwunden. Der Fruͤhling lockte ſie oft auf das Feld hin⸗