„O daß ich erwachen mußte!“ ſeufzte er aus tiefer Bruſt.
„Nicht alſo, mein Lieber! Hänge nicht dieſem düſtern Gedanken nach! Für Dich beginnt nun ein neues Leben des Glücks und der Zufriedenheit. Luß nur den Winter vorüber ſein! Du biſt unbe⸗ wußt ſchon ein gutes Stück darüber hinweg ge⸗ kommen. Sieh nur wie die Dächer voll Schnee liegen!“
„Iſt die Oberſtin nach Dresden?“ fragte der Kranke weiter.
„Nein, ſie iſt noch hier. Auch ſie iſt lange krank geweſen; doch iſt ſie eher geneſen als Du. So wie Du geneſen ſein wirſt, wirſt Du mit ihr vereinigt werden. Sie wird Deine Gattin werden und Ihr werdet die Fülle des Glücks in Euerm gegenſeitigen Beſitz finden, die ſo edle treffliche Menſchen, wie Ihr ſeid, verdienen.“
Marius lächelte ſchwermüthig; dann ſagte er verwundert:„Und das ſagſt Du?“
„Gerade ich ſag' es, weil Niemandem Dein und ihr Glück mehr am Herzen liegt als mir, Ihr ſeid für einander geſchaffen. Und Pfarrer kannſt


