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nun ausblieb, deſto höher ſtieg ihre Sehnſucht nach ihm; zuletzt weinte ſie vor Aufregung und Verlangen, und als er endlich herein trat, ſtürzte ſie ihm entgegen und hing an ſeinem Halſe, und vergeſſen waren alle Vorſätze.——
Es war faſt eine Stunde über Mitternacht, als er ſchied. Sie begleitete ihn bis an die Haus⸗ thür, wo ſie ihn mit einem langen innigen Kuſſe entließ. Er öffnete die Thür, um hinauszutreten, da fiel ihm ein Körper entgegen, der auf der Schwelle gelegen haben mußte, und er ſtrauchelte darüber hin und fiel. Dabei berührte er mit der Hand ein eiskaltes Menſchenantlitz.„Es iſt ein Menſch,“ ſagte er ſchaudernd.„Hole ſchnell Licht!“— Während ſie eilte, ſeinen Willen zu erfüllen, flog eine entſetzliche Ahnung durch ſeine Seele. Das Haar ſträubte ſich ihm, ſeine Zähne ſchlugen unwillkührlich klappernd aneinander: er hatte auch gefühlt, daß es ein Weib war. Aber nicht um die Welt hätte er die Hand ausſtrecken können, um ſich zu überzeugen. Seine Angſt ſtieg bis aufs höchſte; Feuerfunken flogen ihm ſchaa⸗ renweis an den Augen vorüber; das Gehirn im
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