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Das Pfarrhaus zu Hallungen oder Die Elemente des Christenthums : eine Zeit-Novelle / von Ludwig Storch
Entstehung
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ſein. Man ſchaudert über all dieſe Verirrungen der menſchlichen Phantaſie. Doch ſie waren nöthige Stufen, auf welchen der menſchliche Geiſt zur im⸗ mer höhern Erkenntniß ſeiner ſelbſt und der Welt, d. h. Gottes, emporſtieg.

Und die Tugend wird Ihrer Meinung nach nicht nach dem Tode belohnt, das Laſter nicht be⸗ ſtraft? fragte der Magiſter faſt grimmig.

Was für eine jämmerliche Tugend iſt doch die, welche auf Lohn ſpeculirt! rief die Gutsfrau erregt.Und das Böſe?! Es giebt nichts abſolut Böſes. Alles Böſe iſt relativ. Das Böſe iſt nur die geſtörte Harmonie des Guten. Es iſt aber nöthig, um durch Frictivn der Geiſter die immer reinere Erkenntniß des Guten und ſein immer hö⸗ heres Wachsthum im Menſchen zu fördern. Das All iſt ewig gut, oder Gott iſt ewig gut. So wie die Harmonie hergeſtellt wird, iſt das Böſe ver⸗ ſchwunden. Iſt es doch ſchon nach der Kirchenlehre verſchwunden, wenn Reu und Leid eintritt. Mit der lockenden Vertröſtung auf den Himmel hat man nur zu oft das dumme Volk zur Sklaverei herab⸗ gewürdigt. O das Chriſtenthum iſt recht vft ent⸗