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an: ſie ſei ſo krank geworden, daß das Stück nicht zu Ende geſpielt werden könne. Ich eilte auf die, aus rohen Brettern zuſammengenagelte Bühne und fand im Winkel eines Stalles auf einem Bündel Stroh die Königin als— Leiche. Aus einem phthiſiſchen Fieber hatte ſie ſich aufgerafft, geſtachelt von der Verzweiflung des Mangels, um für we⸗ nige Groſchen eine Königin zu ſpielen, wozu ſie durch Schnaps ihre letzten Kräfte aufgereizt und erſchöpft hatte. Ein furchtbarer Blutſturz hatte ih⸗ rem Leben ſchnell ein Ende gemacht. Da lag ſie und unter der dick aufgetragenen Schminke brach die Bläſſe des Todes furchtbar hervor; der Blut⸗ ſtrom aus ihrem Munde hatte den geflickten Pur⸗ purmantel wieder friſch aufgefärbt. Die meſſingne Krone, der Flitterſchmuck, das Strohlager, der Stall und die todte Königin, die eine lüderliche Bettlerin geweſen war— welche Contraſte! Ich mußte auch lachen, aber es war ein grauſiges, ent⸗ ſetzliches Lachen, und ich erſchrak ſelbſt davor. So oft ich auf einen Todtenacker voll aufgeputzter Mo⸗ numente komme, muß ich an jene Schauſpielerin denken, an den alten falſchen, mit ihrem Herzblut


