Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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zenden Mädchengeſtalt, und ſeine Hand umſpannte mit Wohlbehagen ihren ſtarken runden Arm.

„Giuditta,“ ſagte er dann lächelnd,„weil du dir auf Montughi ſo wohl gefällſt, ſo ſoll es dein Hochzeitsgeſchenk ſeyn. Hier im Schoße der Natur wirſt du die erſten ſeligſten Wochen der Ehe an der Bruſt deines Gatten zubringen. Aber wie? es ſcheint mir, als ſähe ich in deinen Augen keine Freude glänzen?“

„Ach, Vater!“ verſetzte das Mädchen ſeufzend, „Ihr vermögt an meine Hochzeit zu denken; ich kann es nicht.“

„Vie!“ ſagte der alte Giacomo Pazzi erſtaunt, „hat deine Liebe zu Bernardo Bandini ſchon ein Ende? Biſt du auch ſo launenhaft und wetter⸗ wendiſch, wie andere Geſchöpfe deines Geſchlechts? Ich hielt dich immer für mein ſtarkes und beſtän⸗ diges Mädchen, und lauſchte mit Entzücken von dei⸗ ner früheſten Jugend an der Entwickelung einer ſtärkern Seele, als ich jemals in einer weiblichen Bruſt gefunden. Ueberraſcht dich nun auch die Schwachheit deines Geſchlechts, und iſt die Sünde deiner Mutter, trotz meiner Vorſicht, auch auf dich übergeerbt?“