Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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geglichen, ſo war es nun ein Brillant in der reich⸗ ſten und glänzendſten Einfaſſung, der als Kleinod ſich auf dem Alabaſterbuſen einer Königin wiegt. War aber die Stadt der Edelſtein, ſo waren die herrlichen Luſtſchlöſſer und Landſitze in ihrer Umge⸗ bung die Perlen des Geſchmeides, an ſich reich und köſtlich und in Beziehung zum Ganzen beſtimmt, dieſes noch mehr zu heben und zu verherrlichen. Einer dieſer Landſitze, ein kleines Eldorado, war das dem Meſſer Giacomo Pazzi gehörige Schloß Montughi. Wie eine Inſel der Seligen tauchte das geſchmackvolle, mit Kunſtwerken ausgezierte Gebäude aus den blühenden Wellen der Büſche und Bäume hervor, umfluthet von dem wogenden Meere der Frühlingsdüfte. Weit umher war ein vom Be⸗ ſitzer angelegter und nun in ſeiner Vollendung pran⸗ gender Garten, deſſen reizende Partieen die ſtets nach ſchönern Genüſſen durſtige Seele des Wan⸗ derers zugleich befriedigten und von Neuem antrieben. In dieſem Paradieſe wandelte am erſten ſchön⸗ ſten Morgen des neuen Lenzes ein freundlicher Greis an der Hand jener hohen blühenden Jungfrau Giu⸗ ditta di Pazzi. Sein Auge hing mit ſchöner Va⸗ terfreude an den edeln, majeſtätiſchen Zügen der rei⸗ II. 3