„Eure Beſorgniſſe, mein Vater, ſind nichtig: ich liebe den muthigen kühnen Bernardo ſo rein und ſtark, wie am erſten Tage, als Ihr meine Hand in die ſeinige legtet und Euren väterlichen Segen über unſern Bund ausſpracht. Aber eben weil ich Euer ſtarkes Mädchen bin, mag ich nichts von der Hochzeit wiſſen.“
„Erkläre mir dieſen Widerſpruch.“
„Ich will's als eine gehorſame Tochter. Die Bürger von Florenz erhoben einen edeln, trefflichen Mann wegen ſeiner Tugenden, ſeines alten Adels, ſeines Reichthums zum Ritter; ein andrer reicher und mächtiger Bürger, Cosmo Medici, ſchenkte ihm Vertrauen und Freundſchaft, fürwahr eben ſo viel werth als das Ritterthum. Dieſer edle, von allem Volke hochgeehrte, von den Beſten geliebte Bürger ernannte das Kind ſeiner Liebe vor den Augen von ganz Florenz zu ſeiner rechtmäßigen Tochter, zu ſeiner Erbin; und das Kind wuchs em⸗ por, gehoben und getragen vom edeln Stolze auf die Vorzüge ſeines Vaters. Ihr ſeyd jener Bürger und ich bin die Tochter. Nun bin ich groß gewor⸗ den und die Braut eines edeln jungen Mannes, in deſſen Seele heiliger Eifer für Recht und Wahr⸗
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