Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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die Signora Camilla Cafareli das Kloſter St. Maria und Magdalena gebracht yat und ſie dort unterhält. Ihre Brüder haben dem guten Giuliano bereits ſehr eindringliche Vorſtellungen gemacht, ſich mit der Signora ehelich zu verbinden, welchem Ver⸗ langen ſich aber Lorenzo widerſetzt. Dieſer ſoll näm⸗ lich den Plan haben, ſeinen Bruder mit einer Für⸗ ſtentochter zu vermählen, ſo wie er ſelbſt eine ſolche zur Gemahlin nehmen wird, um ihre Macht in Italien dadurch zu vergrößern und zu befeſtigen. Vielleicht hegt er ſogar den geheimen Wunſch, ſelbſt Fürſt von Florenz zu werden.“

„Davor wird ihn der Himmel bewahren,“ un⸗ terbrach Bandini den Prieſter mit Hohn, indem er den Degen wieder heftig in die Scheide zurück ſtieß.

„Weiter!“ rief Francesco dazwiſchen.

„Giuliano pflegt ſeine Geliebte wöchentlich ein Mal zu beſuchen. Heute früh ritt er nach dem Kloſter; ich habe ihn mit meinen eignen Augen geſehn.“

„Ha, Bube!“ raſete Francesco auf,„zur Ge⸗ liebten, zum Spielzeug deiner ſüßen Schwärmereien ſoll dir Toscana's herrlichſte Blume recht ſeyn; zur Gattin ſollſt du ſie nicht erheben dürfen, die Fran⸗