und Galle, wenn ich dieſen ſchändlichen Mißbrauch betrachte. Der Papſt iſt den Pazzi gewogen und den Medici Feind— der ſtolze Lorenzo hat ſich
ſchon zu verſchiedenen Malen erfrecht, dem Statt⸗ halter Chriſti entgegen zu ſeyn—; dem Könige von Neapel iſt der Hochmuth dieſer beiden Brüder ſchon lang ein Dorn im Auge; der Herzog von Mailand iſt des Grafen Girolamo Schwiegervater, und nicht vergebens ſollſt du der Freund dieſes mächtigen Mannes ſehn.“
„Du ſchlägſt eine Saite an, Bernardo,“ ver⸗ ſetzte der junge Pazzi,„die ſchon lange leiſe von
ſelbſt in mir geklungen. Die Regierung meiner Vaterſtadt war mir verhaßt, ſeit ich aus den Kna⸗ benſchuhen trat; Rom hat mich entſchädigt. Graf Girolamo iſt mein Freund in jeder Hinſicht; ich
. habe ihn mir verbindlich gemacht, indem ich ihm oft große Summen vorſtreckte. Er vermag Alles
über ſeinen Vater— im Vertrauen kann ich euch, als meinen beſten Freunden in Florenz ſagen, daß der Graf Girolamo der Sohn Siſto's 1V iſt,— er iſt des Pabſtes erſter Rath und Seine Heiligkeit folgt ihm unbedingt in jeder Sache. Oft habe ich meinen Groll beim Grafen über die Medici ausge⸗


