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Großmeiſter und Ritter vom San Giovanni, daß ich Euch weiſſage!“
„Thue das, weiſer Mann!“ verſetzte Lorenzo lächelnd.
„Da Euer Keuſchheitsgelübde mit dieſem Tage ſeine Endſchaft erreicht, ſo werdet Ihr wohlthun, ein Volk, das auf Euch ſeine ganze Hoffnung ſetzt, nicht länger auch um die Hoffnung künftiger Zeiten zu betrügen, da Ihr die gegenwärtigen ſo herrlich erfüllt.“
„Das iſt weiter nichts als ein guter Rath und keine Weiſſagung, Freund!“ rief Lorenzo ungeduldig.
„Sie kommt nach,“ verſetzte Stefano.„Ich ſeh' einen jungen Löwen wandeln; ich ſeh' auch eine Löwin, ihm gleich an Adel der Geſinnung. Das Reich der Thiere wird jauchzen, wenn ſich der Löwe mit der Löwin vereint. Der glänzende Tag wird kommen, und ein kräftiges Geſchlecht aus ih⸗ rem Bette hervorgehen.“
„Wie heißt deine Löwin?“ fragte Lorenzo den vermummten Prieſter leiſe, doch mit feſtem Tone.
„Giuditta di Pazzi,“ entgegnete dieſer.
„Der Löwe vermiſcht ſich nicht mit einem Ba⸗ ſtard!“ höhnte Lorenzo, das Haupt ſtolz zurückwer⸗
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