Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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erſten Preis. Man hat mich mit dem ſchönen Glau⸗ ben groß geſchmeichelt, ich ſey die edelſte Jungfrau Toscana's, und man hat nicht bedacht, daß dieſer Glaube den glühenden Wunſch nach dem Beſitz des edelſten Jünglings hervorrufen müſſe. Er iſt da⸗ und ſeine Glut wird mich vernichten.

Verſteh' ich Euch recht, Signora? Ihr liebt den ſtolzen Feind Eueres Hauſes? Ihr liebt Lo⸗ renzo Medici?

Ihr habt den Namen genannt, deſſen Klang mich mit Wonneſchauern und Schmerz zugleich er⸗ füllt. Die Verzweiflung, ihn nie beſitzen zu können, wird mein Leben verzehren.

Gebt Euch nicht dieſer entkräftenden Verzweiflung hin, Giuditta, tröſtete der Prieſter.Gelobt ſey die heilige Jungfrau! die Mutter Kirche hat Mittel und Wege genug, allen zu helfen, die ſich ihr ver⸗ trauensvoll in den Schoos werfen. Ihr ſollt mir nicht vergebens Euer Vertrauen geſchenkt haben.

Was gedenkt Ihr zu thun?

Lorenzo ſoll dein Gatte werden; ich gehe ſo⸗ gleich, die nöthigen Schritte zu thun.

Giuditta war zweifelhaft, ob ſie ihn zurückhal⸗ ten oder gehen laſſen ſollte. Eh' aber der Kampf

IHI. 2