Kloſter zu, deſſen Pforte klirrend hinter ihrer Ferſe in das Schloß fiel. Erſt nach einigen Minuten ermannte ſich der mit Gewalt aus ſeinem Charakter herausgeriſſene Harlekin, und rang ſich aus ſeiner ſcheinbaren Er⸗ ſtarrung empor. Die heftige Leidenſchaft ſeiner Seele wollte ihn der heiß Geliebten nachtreiben, zu ihren Füßen werfen und um Liebe flehen heißen; aber der noch ſtärkere Stolz ſeines Gemüths hielt ihn zurück. Er preßte beide Hände an die Bruſt, wie wenn ein gewaltiger Schmerz dort unterdrückt wer⸗ den müſſe, ballte dann, die Zähne knirſchend, die Fauſt gen Himmel, hüllte ſich in ſeinen Mantel und ſprang, ein verwandelter Mann, wieder in den Kahn, um ihn mit heftigen Ruderſchlägen raſch ſtromaufwärts zu treiben.
Der letzte Tag des Carnevals brauſte durch die Straßen der Hauptſtadt Toscana's.
Schon am Morgen drängte die verlarote Menge von einem Platze zum andern in bunter Luſt. Im Palaſte des alten reichen Ritters, Meſſer's Giacomo di Pazzi ſaßen ein Mann und ein junges Mädchen auf einem einſamen Zimmer und laſen zuſammen


