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das glühende Verlangen meiner Seele einhauchend, und einer kehrte zurück, mir berichtend: ihr wohntet ſeit zwei Monaten im Kloſter St. Maria und Mag⸗ dalena; eine Stunde darauf war ich hier. Ich ging in's Sprachzimmer unter einem Vorwande; ich ſah Euch nicht. Ich umſchlich jene Mauern ſeit zwei Tagen; ich ſah Euch nicht. Da erfuhr ich end⸗ lich durch die Kloſtermagd, wenn auch nicht Euern Namen, Camilla, aber doch, daß eine wunderſchöne Signora ihren heimlichen Aufenthalt im Kloſter habe, und an freundlichen Tagen am Ufer des Fluſſes luſtwandle; ſie beſchrieb Eure Geſtalt. Wer konnte die Herrliche anders ſeyn, als Camilla Cafareli? Ich belohnte ſie fürſtlich. Und nun hat Euch der ſonnige Tag herausgelockt; aber ich ſehe nur die Sonne Eures Antlitzes und glühe ſchon von den Strahlen Eurer Blicke, nach denen ſich mein Herz mit unbändigem Drange geſehnt. O Signora Camilla, kehrt mit mir in die Stadt zurück und erlaubt mir, daß ich Euch dort als die Braut des reichen Francesco di Pazzi im Triumph einführe!“
„Nimmermehr!“ rief Camilla, ſich abwendend, nachdem ſie verſchiedene Male verſucht hatte, die feurig ſtrömende Rede des jungen leidenſchaftlichen


